Die Ehrung von verdienten Feuerwehrkameraden und drei Geistlichen sowie ein Sachstandsbericht zur im Bau befindlichen Atemschutzübungsanlage und die Einführung einer Ehrenamtskarte stand im Mittelpunkt der diesjährigen Kommandantentagung der Führungskräfte des Landkreises Kronach. Die Zahl der Kinderfeuerwehren im Landkreis nimmt erfreulicherweise weiter zu.

 

Rechenschaftsbericht

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein sehr bewegtes Jahr zurück. Neben 1347 Einsätze der Feuerwehren im Landkreis galt es zahlreiche Aus- und Fortbildungsveranstaltungen zu bestreiten. So gehören die angebotenen Lehrgänge wie der Lehrgang für Maschinisten, die Funkausbildung, technische Hilfeleistung oder Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen zum ständigen Programm der Kreisbrandinspektion.

Personell konnten sich die Feuerwehren auf einem fast gleichbleibenden Niveau halten. In den 103 Feuerwehren des Landkreises sind 3135 Aktive, die ehrenamtlich ihren Dienst leisten.  Eine noch hohe Zahl, so Ranzenberger, aber dennoch darf man nicht verkennen, dass die Zahl der Aktiven in den letzten Jahren stetig abnimmt. Es muss die Aufgabe Aller sein, hier entgegenzuwirken. Nur gut aufgestellte und personell starke Feuerwehren können den Schutz der Landkreisbevölkerung sicherstellen.

Neben den Aktiven über 18 Jahren leisten zur Zeit, so der Kreisbrandrat, 526 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren ihren Dienst. Auch hier ist ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren zu bemerken.

Insoweit ist es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche immer im Fokus der Nachwuchswerbung stehen müssen. Sie sichern langfristig den Bestand der Feuerwehren und damit die Hilfe für die Bewohner des Landkreises.

Neben den Jugendlichen sind mittlerweile 240 Kinder in den Feuerwehren. Hier ist im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlicher Trend nach Oben zu erkennen.

Brandschutzerziehung

Neben den klassischen Aufgaben der Feuerwehren gewinnt die Brandschutzerziehung der Kinder immer mehr an Bedeutung. Kreisbrandmeister Markus Wachter und sein Team, wie auch viele Feuerwehren vor Ort, suchen den Kontakt zu den Kindergärten und Schulen, um immer wieder auf die Gefahren des Feuers aufmerksam zu machen.

Hier konnte erstmals auf Landkreisebene ein Lehrgang gestaltet werden, der den Ausbildern in den Wehren das richtige Handwerkszeug und die passende Methodik an die Hand gibt.

Vor allem das Verhalten im Ernstfall ist immer wieder mit den Kindern zu trainieren.

Ehrenamtskarte im Landkreis Kronach

Schon seit einiger Zeit gibt es im Landkreis Kronach die bayernweit eingeführte Ehrenamtskarte. Mit dieser Ehrenamtskarte will der Freistaat Bayern ein Zeichen der Anerkennung für all diejenigen Ehrenamtlichen, die sich ganz besonders für das Gemeinwesen engagieren,  setzten.  Das freiwillige Bürgerengagement und das Ehrenamt sind die Grundsäulen eines solidarischen Gemeinwesens, so KBI Matthias Schuhbäck.

Jeder Feuerwehrdienstleistende, der mindestens eine abgeschlossene Truppmannausbildung vorweisen kann, ist berechtigt, beim Landratsamt Kronach diese Karte zu beantragen.

Mit dieser kann der Ehrenamtlich bei den verschiedensten Institutionen bzw. Firmen Vergünstigungen bekommen.

Kreisbrandrat Ranzenberger appellierte an die Gemeinden, auch bei gemeindlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel den Schwimmbädern, die Ehrenamtskarte anzuerkennen und so den Ehrenamtlichen im Landkreis entgegen zu kommen.

Atemschutzübungsanlage

Der Bau der Atemschutzübungsanlage im Landkreis geht gut voran, so Ranzenberger. Die Arbeiten sind im Zeitplan und der Rohbau macht große Fortschritte. Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer und Kreisbrandmeister Wolfgang Weidenhammer erläuterten am Grundrissplan den Aufbau der Anlage und die späteren Verfahrensweisen in der Anlage. Jeder Atemschutzfeuerwehr im Landkreis wird künftig die Atemschutzwerkstatt zur Verfügung stehen und die Ausbildung wird den aktuellen Erfordernissen der Aus- und Fortbildung angepasst. Realistisches Üben steht hier im Vordergrund.

Ehrungen

Im Anschluss ehrte Kreisbrandrat Ranzenberger mit dem Dt. Feuerwehrehrenkreuz in Silber den ehemaligen Kreisbrandmeister und Kommandanten der Feuerwehr Steinbach a. Wald Christian Schulz sowie den Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer.

Das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes in Silber übereichte er dem Kommandanten der Feuerwehr Teuschnitz Christian Müller, dem Kommandanten der Feuerwehr Au Thomas Müller, die beide auch gleichzeitig Kreisbrandmeister sind. Daniel Schaller, Kreisbrandmeister für die technische Ausbildung im Landkreis, konnte ebenfalls das Ehrenkreuz erhalten.

Der Notfallseelsorger Pfarrer Reinhold König, Stadtpfarrer und Regionaldekan Thomas Teuchgräber sowie der Pfarrer von Teuschnitz, Joachim Lindner, erhielten für ihr stetes Arbeiten zum Wohl der Feuerwehrler, insbesondere bei der Nachbereitung von belastenden Einsätzen, das silberne Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Kronach.

Aus den Händen von Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raupach erhielten die Jugendwartin der Feuerwehr Glosberg, Nina Greser, Kommandant und stellv. Kreisjugendwart Matthias Eidloth (FF Hesselbach), Inspektionsjugendwart Michael Geiger (FF Friesen) sowie Jugendwart und stellv. Kommandant Michael Schnappauf (FF Tschirn) die Ehrennadel der Jugendfeuerwehren Oberfrankens.

Ausblick 2017

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger wies auf den Florianstag der Feuerwehren des Landkreises Kronach am 4. Mai in Neuses hin und bat gleichzeitig um zahlreiche Teilnahme an der Kirchenparade und dem Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Feuerwehren.

Der Kreisleistungsmarsch der Jugendfeuerwehren wird in diesem Jahr in Stockheim stattfinden. Besonders freut es ihn, dass am 3.Mai das Richtfest des Feuerwehratemschutzzentrums und des Feuerwehrgerätehauses der Stadt Kronach gefeiert werden kann.

Ehrungen beim Kreisfeuerwehrverband Kronach

v. links: KBI Hans-Ulrich Müller, stellv. Landrat Gerhard Wunder, KBI Harald Schnappauf, KBI Ralf Weidenhammer, Kdt. Christian Schulz, KBM Daniel Schaller, KBM Christian Müller, Pfarrer Joachim Lindner, KBM Thomas Müller, Kdt. Matthias Eidloth, Regionaldekan Thomas Teuchgräber, KBR Joachim Ranzenberger, Pfarrer Reinhold König, Jugendwartin Nina Greser, Jugendwart Michael Geiger, KBM Dirk Raupach, Jugendwart Michael Schnappauf

 

hier weitere Bilder der Versammlung bzw. der Ehrungen